Geschützt: Erstens kommt es anders…

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Von O bis O

bekommt bei uns eine ganz andere Bedeutung. Nicht die Winterreifen sondern das ewige Krank sein, dass sich ja nun während dieser Zeit wie ein roter Faden durch den Prinzen und mich hindurchzieht. Zur Zeit quält mich eine richtig ätzende und fiese Erkältung mit Nebenhölenbeteiligung und nettem röchelnden Husten. Zwar ist der kleine Mensch gerade gesund, aber wahrscheinlich nur bis ich wieder fit bin. Oder aber die steigenden Temperaturen sind gnädig und halten alles weitere endlich von uns ab.

Die Sonne die sich endlich mal wieder blicken lässt, lässt die niemals leer werdenden Akkus des Sprößlings in nicht gekannte Höhen schnellen. Er macht noch mehr quatsch, quasselt wie ein Buch und sein eigener Kopf ist mittlerweile so dick wie die Mauern von Alcatraz. Die kleinen Alltagskämpfe habe ich ja nun schon mehrmals erwähnt, ich werde aber nicht müde, es immer wieder zu tun.

Letzte Woche waren wir in einem Kinderfachgeschäft um ein paar Kleinigkeiten zu besorgen. Der Knirps lies es sich nicht nehmen, sich sein eigenes Spielzeug auszusuchen. Der Überredungsversuch doch lieber die blaue Ausführung zu nehmen, stieß bei ihm auf dein angewiederdertes “Nein” und heftigen Kopfschütteln… Was blieb uns also übrig…Wir kauften ihm dieses rosa Ding und er könnte nicht glücklicher sein. Seitdem schiebt er es ununterbrochen durch die Wohnung oder durch die Straßen…

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18 Monate

und ein bissl mehr ist er nun alt unser Herr Prinz und er bringt noch immer oder immer mehr Leben in unser Haus.

Er ist nach wie vor ein Wirbelwind, ein kleiner Düsenjet….der nie Pause macht und am liebsten die ganze Welt sofort und jede Sekunde entdecken möchte.

Er hält nicht viel vom langweiligen zu Hause sitzen oder in der Bude spielen. Noch immer gehen wir jeden Tag bei Regen, Wind, Sturm und seit den letzten Tagen endlich wieder bei Sonne raus. Nur draussen ist er glücklich. Im Haus, in der Wohnung ist er wie ein eingesperrter Tiger der nach einer Weile einen Tobsuchtsanfall nach dem anderen bekommt, bis man ihn endlich wieder “frei” lässt.

Neben diesen Dingen entwickelt sich bei ihm seine “Autonomie” sein “Ich” sein “Wille”…Ich dachte tatsächlich, das dieses ganze erst mit 2 Jahren los geht. Aber da habe ich mich enorm getäuscht und seitdem dieser “Autonomie-Virus” ausgebrochen ist, ist hier nichts mehr so wie es einmal war…

Plötzlich muss er seine Schuhe selbst anziehen (was natürlich noch nicht geht) Alles wird erst selbst probiert und je nach Müdigkeitszustand an eine der Mamas abgegeben um zu helfen. Sollte er zu müde sein, wirft er sich theatralisch auf den Boden und nichts geht mehr.

Selbst eincremen, selbst anziehen, selbst die Banane schälen, selbstselbstselbst.

Das einzige was er beim selbst anziehen kann, ist ein Shirt über den Kopf zu ziehen. Und weil er das so toll findet, macht er das natürlich auch. Leider nicht nur mit dem Shirt, welches er sowieso anziehen soll. Nein mit allen Dingen die er findet und sich über den Kopf ziehen kann, macht er es.

So geschehen auch heute früh, ich wollte ihm seine Boxershorts anziehen, er nahm sie mir weg und flupps zog er sie über seinen Kopf. Ich lachte und wollte sie ihm wieder runter machen…tja Pustekuchen.

Wir waren als mit einem Kleinkind in der Drogerie, auf dem Spielplatz, auf dem Fussballplatz, im Kiosk, in der Eisdiele und im Supermarkt und die ganze Zeit hatte er eine Boxershorts um den Hals hängen…Erst zum Mittagessen konnte ich sie abziehen.

Vorgestern Abend, er hatte bereits seinen Schlafanzug +  Schlafsack an und sollte ins Bett, brüllte er plötzlich los, wehrte sich und rannte ins Bad, nach zwei Sekunden kam er wieder…..

…mit seiner Wintermütze auf dem Kopf. Weiß der Geier warum es ihm genau in dieser Sekunde ins Hirn schoss, aber er wollte dringend seine Nachtflasche MIT Wintermütze auf dem Kopf trinken.

Leider hat dieses Autonomieding auch seine enormen Schattenseiten. Nämlich seine immer schlimmer werdenden Zorn-Wut-Trotz-Brüll-Anfälle. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit machen Martha oder ich etwas, was wir in der nächsten Sekunde bereuen. Wir schließen die Tür auf – wupp – ein gellendes NEEEEEIIIIIIIIIINNNNNN, I AU, I AU (anmerk.der Mutter “ich auch”) Leider kann man nicht mehr zurück, einmal selbst die Tür aufgeschlossen gibt er sich auch nicht mehr damit zufrieden, es selbst nochmal zu machen.

Man reißt versehentlich die Verpackung des Essensriegel auf ==> brüll-heul-schrei-aufdenbodenwerfentrampel-schrei.

Er  möchte nicht mehr laufen und will auf den Arm, man nimmt ihn hoch, er will nicht mehr auf dem Arm, man will ihn runter setzen, er klammert sich mit den Beinen an den eigenen fest, lässt aber die Arme los und stößt sich von einem weg ==> brüll-schrei-zorn-heul.

Man läuft SONNTAGS am Metzger vorbei ==> I AU I AU I AU I AU ==> brüll-schrei-ausdemkinderwagenhängen

Ein anderes Kind nimmt ihm etwas weg, ein anderes Kind schaut ihn zu lange an, ein anderes Kind schaut ihn nicht an, ein Kind möchte auch Rutschen, ein Kind ist in der Schaukel, er kann endlich Schaukeln, will dann aber doch nicht mehr, er will ein Eis (I EI, I EI) , er will keins, er will irgendwas was es nicht gibt, er will etwas, aber er weiß selbst nicht was, er will nicht aus dem Auto, er will nicht ins Auto, er will sich nicht anziehen, er will sich nicht waschen, er will immer das, was gerade nicht geht, er will Milch, er will keine Milch mehr (schmeißt sie unberührt durch die Küche), Mami soll sich zu ihm setzen, Mama läuft an uns vorbei, will er aber nicht, Oscar soll vom Balkon rein, Paul nicht, Paul soll doch rein, Paul will aber nicht….

Ich könnte so noch den ganzen Tag schreiben, all das oben genannte wird jeweils mit Brüllenquietschenjammern und schreien unterlegt.

Die meisten Wörter die wir zur Zeit hören sind: NEIN, I AU, I EI (ich eis), Adei (weg)

Zwischendurch ist er aber ein kleiner Sonnenschein, der mittlerweile mehr als 60 Wörter spricht und sich wirklich super entwickelt. Er ist so schlau und so pfiffig, das uns manchmal die Sprache weg bleibt.

Er ist mittlerweile auch nicht mehr so oft krank, ich hoffe wir haben es jetzt erstmal überstanden. Der Winter ist fast rum, die Kinderkrippenviren sind fast alle durch und seine Abwehr scheint besser denn je.

 

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Jahresrückblick

Auch wenn es für die ersten Monate nicht viel schönes zu erzählen gibt, gehören sie zu dem Jahr 2011 dazu und haben einen Großteil meiner Gefühlswelt ausgemacht. Im Februar sind wir umgezogen, aus der Wohnung, in der der Prinz seine erstem Lebensmonate verbrachte, hinein in eine Wohnung, die in meinem Heimatort ist. Hier fühle ich mich zu Hause und bin froh, dass auch der Prinz hier groß wird.

leider war die Freude über die neue Wohnung schnell getrübt über die Diagnose meiner Mutter. Gleich zu Anfang des Jahres bekamen wir die fürchterliche Nachricht: Lungenkrebs.

Die Folgemonate waren geprägt durch Angst und Hoffen. Zwischendurch musste ich mich von den 20ern verabschieden, aber leider viel dieser Tag genau auf den Krankenhausaufenthalt meiner Mutter. Gefeiert wurde deswegen nicht.

Direkt danach fuhren wir mit meiner Mutter in unseren ersten Urlaub. An die Nordsee. Das Wetter war mies und der Prinz bekam das 3-Tage-Fieber, aber dennoch genossen wir jede Minute.

Ab Mitte des Jahres wurden die emotionalen Achterbahnfahrten wieder etwas ruhiger und der Sommer, welcher eigentlich keiner war, wurde genossen. Der erste Sommer mit unserem Baby war einfach unbeschreiblich schön. Er liebt die Natur und wäre eigentlich nicht böse, wenn wir in einem Zelt wohnen würden, anstatt hinter dicken Mauern. So verbrachten wir tagtäglich unsere Zeit auf dem Spielplatz im Bach oder im Sandkasten.

 Zum Spätsommer des Jahres 2011 wurde es dann wieder aufregender, denn die Eingewöhnung in die Krippe begann. Der einzige Sommer mit unserem Baby indem wir 100% Zeit hatten für ihn, verging und eine neue Ära begann. Er gewöhnte sich schnell und ist bis heute begeistert und willig in die Krippe zu gehen. Der September war ein schöner Monat, fast der schönste des Jahres. Es stand die Taufe an, der erste Geburtstag und eine wunderschöne Hochzeit. Leider wurde dieser Monat ebenfalls überschattet. Denn meine liebe Tante ist gestorben. Nach einer schweren OP hat sie es leider nicht geschafft wieder nach Hause zu kommen.

Im Herbst habe ich wieder angefangen zu arbeiten und so raste die Zeit der letzten Monate nur so dahin.

Auch wenn dieses Jahr nicht unbedingt zu den besten der vergangenen Jahre zählt, ist es dennoch etwas ganz besonderes. Denn es war  das erste (komplette) Jahr mit unserem Prinz. In diesem Jahr hat er alles gelernt, was man so lernen muss im ersten Lebensjahr. Erst hat er sich drehen gelernt, dann konnte er robben, dann kamen die Zähne, dann konnte er krabbeln und mit 11 Monaten lernte er laufen. Er sprach seine ersten Wörter und hat sich zu einer ganz besonderen kleinen Persönlichkeit entwickelt. All das passierte in nur einem Jahr.  Am Ende des neuen Jahres wird er bereits 2 Jahre alt sein. Er wird, wenn das so weiter geht uns die Ohren abkauen und uns noch mehr im Griff haben als bisher. Ich wünschte ich könnte Zeitsprünge machen und ihn ab und an nochmal als klitzekleines Baby knuddeln und knutschen. Denn wenn er vor mir sitzt und ich ihn anziehen möchte, er aber der Meinung ist, den Schal bereits selbst anziehen zu wollen, wird mir ganz schwer ums Herz. Und ich weiß, nächstes Jahr um diese Zeit, ist selbst das letzte bisschen Baby aus unserem Prinzen verschwunden. Manchmal halte ich ihn so fest und rieche ganz arg an seinen Haaren, in der Hoffnung noch einmal seinen Babyduft zu riechen. Zum Glück schläft er noch so oft bei uns im Bett, so kann ich mit ihm kuscheln und ihn knuddeln. Und wenn er am Morgen wach wird und seine kleine Patschehand fährt einem durchs Gesicht und er sagt  ”Mama” , dann kann man nicht glücklicher sein.

Ich wünsche allen einen guten Rutsch  und einen schönen Start ins neue Jahr.

Ich hoffe es wird ein ruhiges Jahr. Ein unaufregendes Jahr (im negativen Sinn) und endlich ein Jahr der positiven Nachrichten.

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Nachdem Weihnachten fast vorbei ist

bleibt jetzt auch endlich mal wieder ein wenig Zeit um hier frischen Wind reinzubringen. Ein Grund für die lange Blogpause waren die Kranheiten die wie ein PingPong Ball von einem zum anderen getragen wurden in den letzten Wochen. Nun aber kränkelt nur noch Martha ein bisschen und wenn man von der doppelseitigen Bindehautentzündung vom Prinzen absieht, sind wir endlich wieder gesund. Natürlich traten die Matschaugen pünktlich zum heiligen Abend auf. Natürlich. Wann sonst? Aber weil solch geschwollenen eitrigen Augen nicht genug wären, war unser Abfluß in der Badewanne ebenfalls der Meinung, heilig Abend wäre der passende Augenblick um zu verstopfen. Der Notdienst am heilig Abend bescherte uns dann mal nebenbei 350 € weniger auf dem Konto.

Ja. Soviel zu den letzten Tagen. Viel schlimmere Ereignisse sind zum Glück nicht zu verzeichnen, wenn man von einem 4 wöchigen laufenden Ohr absieht.

Der Prinz ist großartig, sowieso schon immer, aber zu Zeit enorm. Er ist zwar an Anstrengung nicht zu überbieten, dennoch ist es zur Zeit einfach nur toll. Er ist ein Kleinkind und wahnsinnig schnell am lernen. Bevor ich ihn in den Himmel lobe, möchte ich loswerden, dass ich sehr großen Respekt vor dem Trotzalter habe. Denn das, was hier manchmal los ist erinnert schon mächtig daran. Auch die Erzieherinnen von ihm bestätigen, dass sich da wohl so langsam sein “Ich” bildet. Eigentlich sollte das erst frühestens mit 18 Monaten passieren, aber warum auch nicht früher? Diese Tatsache gepaart mit seiner Kletterlust und seiner Hyperaktivität lassen uns so manchmal eine Krise bekommen.

Die Schlafproblematik hat sich (dreimalaufholzklopf) enorm gebessert. Er schläft Abends ALLEINE (!!!) ein und wenn er aufwacht kommt er zu uns ins Bett und schläft dann, zwar nicht immer bis 06:00 aber meistens bis 05:00 uhr durch. Dann ist die Nacht vorbei. Das er ein Frühaufsteher ist, werden wir nie ändern können und es bleibt uns nur dies zu akzeptieren.

Im Januar starten wir das Projekt “Mittagsschlaf in der KiTa”. Denn ab Februar sind meine Stunden auf 80% angehoben worden (gewollt). Ich hoffe das macht nichts kaputt an der nun so entspannten Schlafsituation. Denn wenn der Prinz müde ist, winkt er uns und sagt “heia” und läuft zu seinem Bett.

Apropo “heia”.  Heute ist der erste Zweiwortsatz gefallen: Mit zeigen auf den schlafenden Kater: “Oskar heia!” wir sind fast vom Stuhl gekippt. Die alte Labertasche.

Dabei sind die Wörter die auch aussenstehende verstehen können, nicht wirklich viele.

Mama

Ball

Oskar

Paul

Oma

Auto

Ansonsten hat er Wörter abgewandelt oder erfunden. “Gukra (ursprünglich Gurke) bedeutet Essen.

Warum auch immer sagt er “Adei” wenn er wo runter oder hoch will. Wenn einer aufstehen soll oder ihm aus dem Weg gehen soll.

Also hier wird geuatscht was das Zeug hält und das trägt natürlich zur Entspannung bei, denn so kann er sich ausdrücken und bekommt weniger Wutanfälle. :D

Ich wünsche Euch allen noch schöne Restfeiertage!

Bilder kommen demnächst zum Jahresrückblick.

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Herzlichen Glückwunsch im Doppelpack

wünschen wir den 2 (seit heute nun) Kleinkindern von Schokojule.

Feiert schön, macht viele Fotos und genießt diesen einzigartigen Tag!

 

 

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Es gibt…

…nicht viele Menschen die sensibel, mitfühlend bzw. empathisch sind. Es gibt nicht viele Menschen, die selbstlos für andere (ihnen fremde Menschen) etwas tun, nur um ihnen eine Freude zu bereiten. Menschen die mitdenken, die sich Gedanken machen um Menschen, die sie noch nie im Leben gesehen haben. Die mit ein paar geschriebenen Sätzen einen Menschen zu Tränen rühren und ihm mitten an einem kalten regnerischen Novembertag, kurz nach dem Geburtstag der verstorbenen Oma (was mir dieses Jahr irgendwie sehr nah geht) eine solche Freude bereiten, dass man erstmal Minutenlang da sitzt und nicht versteht, warum das ein anderer Mensch überhaupt macht.

Eins weiß ich, es gibt Menschen im Leben, die sind sehr selten und deswegen besonders wertvoll. Und ich habe das Glück solche Menschen (wenn auch nur virtuell) zu kennen.

Ihr Lieben, ihr habt uns viel Freude bereitet und wir sind Euch sehr dankbar! Die Überraschung ist mehr als gelungen und sie kam im richtigen Moment!

Vielen vielen Dank und sprachlose Grüße von uns 3!

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Geschützt: Wörter

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Das ist also der aktuell Stand der Zähne des Prinzens. Die roten Zähne, die Farbe spricht Bände, kommen derzeit. Es ist die schlimmste Zahnerei die wir je hatten. Es ist die Hölle.

Jeder Zahn war die Hölle und jedesmal begleitet von Krankheit. Derzeit: obstruktive Bronchitis mit MOE.

Ich bin so froh, wenn endlich alle Zähne da sind!

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