das Alter

Heute saß ich mit akuten Rückenschmerzen beim Orthopäden und saß neben einer Frau die mir von ihrer Arthrose in der Schulter erzählte.  Aber deswegen war sie gar nicht da, sondern wegen ihrem Mann, der im Rollstuhl und einem Urinbeutel in der Hand auf dem Balkon stand.

Irgendwie gingen mir die 2 alten Menschen sehr nah. Sie kümmerte sich rührend um ihren Mann und er riss blöde Witze über die sie herzhaft lachte. „Das will ich auch“ hab ich in diesem Moment gedacht.

Ich will nicht alleine sein wenn ich alt bin. Natürlich kann mir das keiner versprechen, ob man so lange zusammen bleibt oder überhaupt so lange lebt. Aber die Vorstellung alleine mit meinem Urinbeutel im Rollstuhl zu sitzen, hat mich sehr beunruhigt.

Ich hab mir vorgestellt wie die 2 wohl waren, als sie in meinem Alter waren, ob sie auch Sorgen und Ängste hatten. Ob sie sich auch wegen überflüssigen Dingen gestritten haben.

Natürlich werden sie das. So ist das eben. Und niemals hätten sie es sich vorstellen können wie es ist, alt und krank zu sein.

Zumindest kam ich mir ein bisschen lächerlich vor mit meinen Schmerzen, die im übrigen nicht besser geworden sind.

Gegenüber von mir saß eine Mutter mit ihrer Tochter. Die Mutter fragte nach ihren Enkeln und die Tochter erzählte das ihr Sohn wohl erst wieder an Weihnachten nach Hause käme und ihre Tochter bekäme sie auch nicht mehr zu Gesicht. Der Sohn wohnt wohl im Ausland und die Tochter hat einen anstrengenden Beruf.

Eben jammert man noch,  weil das Kind nicht durchschlafen will, es einen Trotzanfall nach dem anderen bekommt und dann wird es eingeschult,  macht Abitur,  geht studieren und man selbst sitzt da und kann nicht begreifen wie schnell die Zeit vergeht.

 

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Autonom(ie)

zieht hier mehr und mehr ein. Zum Leidwesen der armen Mami (ich). Unser Baby ist lange keins mehr, er hat die Babyphase viel zu schnell verlassen und rast im Eiltempo durch die Kleinkindzeit. Ich weiß nicht warum er es mit allem so eilig hat und was es in ihm ist, dass er so ein Tempo vorlegt, Fakt ist, er will nicht nur selber, er macht es auch. Und wenn er was nicht kann, dann übt er es so verdrossen, bis er es kann. Er wäscht sich mittlerweile in der Badewanne alleine, zuerst schrubbt er sich die Beine im sitzen, dann im stehen Bauch und P***s, Brust, Hals und Gesicht. Er schrubbt so lange bis alles weiß eingeseift ist. Derweil schrubbe ich seinen Rücken, Po und Füße. Dies muss ich machen, weil er da tatsächlich nicht ran kommt. Haare wäscht er sich auch vorne, hinten ich.

Abends wäscht er sich am Waschbecken die Hände und das Gesicht, Zähne putzt er auch, aber da putze ich nach.

Heute haben wir auf dem Spielplatz gesessen und ihn beobachtet, er saß auf de Schaukel (auf der „großen“ natürlich) und plötzlich fängt er an zu schaukeln. So richtig, Beine vor, Körper leicht nach hinten, Beine nach hinten, Körper leicht nach vorne und er schaukelte. Nicht hoch, aber er schaukelte. Er kann es. Ich hab fast geheult. Ernsthaft, ich kann es langsam nicht mehr ertragen, dass er mich bald für gar nichts mehr braucht, das ist quatsch, das weiß ich, aber trotzdem.

Er kauft sich alleine sein Eis. Er geht mit seinem Geld an den Stand, sagt „Eis“ dann entweder „nille“(vanille) „tschoklade“ oder „erdbeer“, je nach Laune. Dann zeigt er auf den Becher und dann sagt er noch „bonbon“. Dann nimmt er sein Bonbn und sein Eis und sagt „gracie“.

Ich kann die Liste endlos fortführen und noch tausend kleine weitere Dinge aufzählen.  Zum Beispiel, dass er seit unserem Urlaub frei Balancieren kann. Abgesehen von den Dingen die er macht, redet er auch unendlich viel und gut. Er unterhät sich richtig mit uns und kann seine Gefühle, Gedanken und Bedürfnisse sehr gut ausdrücken und entfernt sich somit weiter von den Trotzanfällen die durch sich nicht ausdrücken können entstehen.

Alles in allem ist er einfach zu weit für sein Alter. Die Erzieherin in seiner Krabbelstube teilen unsere Meinung und die neue Erzieherin im Kindergarten für nächstes Jahr war absolut platt, als wir uns vorgestellt haben. „Er spielt Fussball wie ein 4 Jähriger“ war unter anderem ihre Aussage.

Ich weiß nicht, zur Zeit macht es mich mehr trautrig als stolz und ich möchte so gerne die Zeit anhalten, weil ich das Gefühl habe, er rennt schneller als die Zeit sich dreht….

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Geschützt: Weiter gehts..

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leine,meine,nein!

Die böse 2 rückt näher und je näher sie kommt umso selbstbestimmter (ich dachte nicht es könne sich steigern) wird es hier im Hause.

Es sind immer Phasen die extrem anstrengend sind und dann folgen wieder Zeiten, in denen unser Sohn extrem herzllerliebst ist. Als ob er in dieser Zeit Punkte und Herzen sammeln wollte, damit die Mamas durch die ätzenden Zeiten kommen und ihn nicht an einer einsamen Tankstelle aussetzen (ACHTUNG: Ironie!)

Die Wörter „NEIN, LEINE“ begleitet mit einem wegschubsen unserer Hand kommt nun immer häufiger, quasie andauernd vor. Egal was, auch wenn es Dinge sind die ihn eigentlich gar nicht betreffen! Zahnpasta auf die Zahnbürste, Gürtel zumachen, Milch in den Kaffee schütten, Tomaten schneiden (….!), Türe ab/aufschließen, ins Auto steigen etc.pp. Natürlich funktioniert das nicht immer wie er das möchte (siehe Tomaten schneiden). Quitiert wird das dann mit hysterischen (völlig übertriebenen) Wutanfall mit treten, werfen, gerne auch schlagen.

Ganz besonders toll sind diese Momente in der Öffentlichkeit. So lag er gestern mitten auf der Kreuzung einer zum Glück ruhigen Verkehrsstraße und trommelte auf dem Bauch liegend mit den Fäusten auf den Boden. Auslöser war, dass ich seine Hand genommen habe zum Überqueren der Straßen (das möchten wir so, da muss er leider durch). Er schaffte es sich loszureißen und warf sich theatralisch auf den Boden. Als ich ihn dann hochnahm (gar nicht s einfach bei dieser Gegenwehr) versuchte er nach mir zu hauen und sich zu „befreien“.  In solchen Momenten bleiben wir äusserlich cool und ruhig und so beruhigt er sich auch sehr schnell wieder und alles ist gut, aber innerlich schwitze ich und hoffe einfach, dass die Menschen die mich beobachten, ebenfalls einen fast 2 Jährigen zu Hause haben/hatten.

„MEINE“ ist alles. „ALLES MEINE“ ebenso. Eigentlich gehört die ganze Welt ihm und seinem Königreich. Er ist der König, ach, der Kaiser des Universums und so lebt er sein Leben, dirigiert mit einem Handzeichen, „komm!“ oder „NEIN, WEG!“ und stiefelt mit seinen kleinen Speckbeinen mit Kaiserlicher Würde durch die Welt mit dem vermeindlichen Wissen, „DAS ALLES IST MEINS“.

Sprachlich brauche ich nicht zu erwähnen, dass es weiter ausgebaut wurde und seit heute auch das böse Schimpfwort „Sch**“ eingezogen ist. Kindergarten lässt grüßen. Heute früh hat er versucht den Deckel seiner Spardose aufzubekommen, als er es nicht schaffte, flog die Dose quer durch das Wohnzimmer und sagte „heiße!!“ Dann lief er in die Küche und es folgte noch dreimal „heiße“ „heiße“ „heiße“!

Als er aus dem Auto steigen wollte (lllleeeeeineeeeeeee), folgte das Wort ebenfalls, als der Fuß festhing.

Es lässt sich also nicht vermeiden. Da kann man Vorbild sein wie man will. Der Kindergarten versaut allen 😉

Trotz allem ist es zur Zeit die beste, schönste und entspannenste Zeit seit der Prinz da ist. Ich möchte gerne die Zeit einfrieren, wenn das möglich wäre!

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Geschützt: Erstens kommt es anders…

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Geschützt: Einzweikeinmal

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Von O bis O

bekommt bei uns eine ganz andere Bedeutung. Nicht die Winterreifen sondern das ewige Krank sein, dass sich ja nun während dieser Zeit wie ein roter Faden durch den Prinzen und mich hindurchzieht. Zur Zeit quält mich eine richtig ätzende und fiese Erkältung mit Nebenhölenbeteiligung und nettem röchelnden Husten. Zwar ist der kleine Mensch gerade gesund, aber wahrscheinlich nur bis ich wieder fit bin. Oder aber die steigenden Temperaturen sind gnädig und halten alles weitere endlich von uns ab.

Die Sonne die sich endlich mal wieder blicken lässt, lässt die niemals leer werdenden Akkus des Sprößlings in nicht gekannte Höhen schnellen. Er macht noch mehr quatsch, quasselt wie ein Buch und sein eigener Kopf ist mittlerweile so dick wie die Mauern von Alcatraz. Die kleinen Alltagskämpfe habe ich ja nun schon mehrmals erwähnt, ich werde aber nicht müde, es immer wieder zu tun.

Letzte Woche waren wir in einem Kinderfachgeschäft um ein paar Kleinigkeiten zu besorgen. Der Knirps lies es sich nicht nehmen, sich sein eigenes Spielzeug auszusuchen. Der Überredungsversuch doch lieber die blaue Ausführung zu nehmen, stieß bei ihm auf dein angewiederdertes „Nein“ und heftigen Kopfschütteln… Was blieb uns also übrig…Wir kauften ihm dieses rosa Ding und er könnte nicht glücklicher sein. Seitdem schiebt er es ununterbrochen durch die Wohnung oder durch die Straßen…

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18 Monate

und ein bissl mehr ist er nun alt unser Herr Prinz und er bringt noch immer oder immer mehr Leben in unser Haus.

Er ist nach wie vor ein Wirbelwind, ein kleiner Düsenjet….der nie Pause macht und am liebsten die ganze Welt sofort und jede Sekunde entdecken möchte.

Er hält nicht viel vom langweiligen zu Hause sitzen oder in der Bude spielen. Noch immer gehen wir jeden Tag bei Regen, Wind, Sturm und seit den letzten Tagen endlich wieder bei Sonne raus. Nur draussen ist er glücklich. Im Haus, in der Wohnung ist er wie ein eingesperrter Tiger der nach einer Weile einen Tobsuchtsanfall nach dem anderen bekommt, bis man ihn endlich wieder „frei“ lässt.

Neben diesen Dingen entwickelt sich bei ihm seine „Autonomie“ sein „Ich“ sein „Wille“…Ich dachte tatsächlich, das dieses ganze erst mit 2 Jahren los geht. Aber da habe ich mich enorm getäuscht und seitdem dieser „Autonomie-Virus“ ausgebrochen ist, ist hier nichts mehr so wie es einmal war…

Plötzlich muss er seine Schuhe selbst anziehen (was natürlich noch nicht geht) Alles wird erst selbst probiert und je nach Müdigkeitszustand an eine der Mamas abgegeben um zu helfen. Sollte er zu müde sein, wirft er sich theatralisch auf den Boden und nichts geht mehr.

Selbst eincremen, selbst anziehen, selbst die Banane schälen, selbstselbstselbst.

Das einzige was er beim selbst anziehen kann, ist ein Shirt über den Kopf zu ziehen. Und weil er das so toll findet, macht er das natürlich auch. Leider nicht nur mit dem Shirt, welches er sowieso anziehen soll. Nein mit allen Dingen die er findet und sich über den Kopf ziehen kann, macht er es.

So geschehen auch heute früh, ich wollte ihm seine Boxershorts anziehen, er nahm sie mir weg und flupps zog er sie über seinen Kopf. Ich lachte und wollte sie ihm wieder runter machen…tja Pustekuchen.

Wir waren als mit einem Kleinkind in der Drogerie, auf dem Spielplatz, auf dem Fussballplatz, im Kiosk, in der Eisdiele und im Supermarkt und die ganze Zeit hatte er eine Boxershorts um den Hals hängen…Erst zum Mittagessen konnte ich sie abziehen.

Vorgestern Abend, er hatte bereits seinen Schlafanzug +  Schlafsack an und sollte ins Bett, brüllte er plötzlich los, wehrte sich und rannte ins Bad, nach zwei Sekunden kam er wieder…..

…mit seiner Wintermütze auf dem Kopf. Weiß der Geier warum es ihm genau in dieser Sekunde ins Hirn schoss, aber er wollte dringend seine Nachtflasche MIT Wintermütze auf dem Kopf trinken.

Leider hat dieses Autonomieding auch seine enormen Schattenseiten. Nämlich seine immer schlimmer werdenden Zorn-Wut-Trotz-Brüll-Anfälle. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit machen Martha oder ich etwas, was wir in der nächsten Sekunde bereuen. Wir schließen die Tür auf – wupp – ein gellendes NEEEEEIIIIIIIIIINNNNNN, I AU, I AU (anmerk.der Mutter „ich auch“) Leider kann man nicht mehr zurück, einmal selbst die Tür aufgeschlossen gibt er sich auch nicht mehr damit zufrieden, es selbst nochmal zu machen.

Man reißt versehentlich die Verpackung des Essensriegel auf ==> brüll-heul-schrei-aufdenbodenwerfentrampel-schrei.

Er  möchte nicht mehr laufen und will auf den Arm, man nimmt ihn hoch, er will nicht mehr auf dem Arm, man will ihn runter setzen, er klammert sich mit den Beinen an den eigenen fest, lässt aber die Arme los und stößt sich von einem weg ==> brüll-schrei-zorn-heul.

Man läuft SONNTAGS am Metzger vorbei ==> I AU I AU I AU I AU ==> brüll-schrei-ausdemkinderwagenhängen

Ein anderes Kind nimmt ihm etwas weg, ein anderes Kind schaut ihn zu lange an, ein anderes Kind schaut ihn nicht an, ein Kind möchte auch Rutschen, ein Kind ist in der Schaukel, er kann endlich Schaukeln, will dann aber doch nicht mehr, er will ein Eis (I EI, I EI) , er will keins, er will irgendwas was es nicht gibt, er will etwas, aber er weiß selbst nicht was, er will nicht aus dem Auto, er will nicht ins Auto, er will sich nicht anziehen, er will sich nicht waschen, er will immer das, was gerade nicht geht, er will Milch, er will keine Milch mehr (schmeißt sie unberührt durch die Küche), Mami soll sich zu ihm setzen, Mama läuft an uns vorbei, will er aber nicht, Oscar soll vom Balkon rein, Paul nicht, Paul soll doch rein, Paul will aber nicht….

Ich könnte so noch den ganzen Tag schreiben, all das oben genannte wird jeweils mit Brüllenquietschenjammern und schreien unterlegt.

Die meisten Wörter die wir zur Zeit hören sind: NEIN, I AU, I EI (ich eis), Adei (weg)

Zwischendurch ist er aber ein kleiner Sonnenschein, der mittlerweile mehr als 60 Wörter spricht und sich wirklich super entwickelt. Er ist so schlau und so pfiffig, das uns manchmal die Sprache weg bleibt.

Er ist mittlerweile auch nicht mehr so oft krank, ich hoffe wir haben es jetzt erstmal überstanden. Der Winter ist fast rum, die Kinderkrippenviren sind fast alle durch und seine Abwehr scheint besser denn je.

 

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Jahresrückblick

Auch wenn es für die ersten Monate nicht viel schönes zu erzählen gibt, gehören sie zu dem Jahr 2011 dazu und haben einen Großteil meiner Gefühlswelt ausgemacht. Im Februar sind wir umgezogen, aus der Wohnung, in der der Prinz seine erstem Lebensmonate verbrachte, hinein in eine Wohnung, die in meinem Heimatort ist. Hier fühle ich mich zu Hause und bin froh, dass auch der Prinz hier groß wird.

leider war die Freude über die neue Wohnung schnell getrübt über die Diagnose meiner Mutter. Gleich zu Anfang des Jahres bekamen wir die fürchterliche Nachricht: Lungenkrebs.

Die Folgemonate waren geprägt durch Angst und Hoffen. Zwischendurch musste ich mich von den 20ern verabschieden, aber leider viel dieser Tag genau auf den Krankenhausaufenthalt meiner Mutter. Gefeiert wurde deswegen nicht.

Direkt danach fuhren wir mit meiner Mutter in unseren ersten Urlaub. An die Nordsee. Das Wetter war mies und der Prinz bekam das 3-Tage-Fieber, aber dennoch genossen wir jede Minute.

Ab Mitte des Jahres wurden die emotionalen Achterbahnfahrten wieder etwas ruhiger und der Sommer, welcher eigentlich keiner war, wurde genossen. Der erste Sommer mit unserem Baby war einfach unbeschreiblich schön. Er liebt die Natur und wäre eigentlich nicht böse, wenn wir in einem Zelt wohnen würden, anstatt hinter dicken Mauern. So verbrachten wir tagtäglich unsere Zeit auf dem Spielplatz im Bach oder im Sandkasten.

 Zum Spätsommer des Jahres 2011 wurde es dann wieder aufregender, denn die Eingewöhnung in die Krippe begann. Der einzige Sommer mit unserem Baby indem wir 100% Zeit hatten für ihn, verging und eine neue Ära begann. Er gewöhnte sich schnell und ist bis heute begeistert und willig in die Krippe zu gehen. Der September war ein schöner Monat, fast der schönste des Jahres. Es stand die Taufe an, der erste Geburtstag und eine wunderschöne Hochzeit. Leider wurde dieser Monat ebenfalls überschattet. Denn meine liebe Tante ist gestorben. Nach einer schweren OP hat sie es leider nicht geschafft wieder nach Hause zu kommen.

Im Herbst habe ich wieder angefangen zu arbeiten und so raste die Zeit der letzten Monate nur so dahin.

Auch wenn dieses Jahr nicht unbedingt zu den besten der vergangenen Jahre zählt, ist es dennoch etwas ganz besonderes. Denn es war  das erste (komplette) Jahr mit unserem Prinz. In diesem Jahr hat er alles gelernt, was man so lernen muss im ersten Lebensjahr. Erst hat er sich drehen gelernt, dann konnte er robben, dann kamen die Zähne, dann konnte er krabbeln und mit 11 Monaten lernte er laufen. Er sprach seine ersten Wörter und hat sich zu einer ganz besonderen kleinen Persönlichkeit entwickelt. All das passierte in nur einem Jahr.  Am Ende des neuen Jahres wird er bereits 2 Jahre alt sein. Er wird, wenn das so weiter geht uns die Ohren abkauen und uns noch mehr im Griff haben als bisher. Ich wünschte ich könnte Zeitsprünge machen und ihn ab und an nochmal als klitzekleines Baby knuddeln und knutschen. Denn wenn er vor mir sitzt und ich ihn anziehen möchte, er aber der Meinung ist, den Schal bereits selbst anziehen zu wollen, wird mir ganz schwer ums Herz. Und ich weiß, nächstes Jahr um diese Zeit, ist selbst das letzte bisschen Baby aus unserem Prinzen verschwunden. Manchmal halte ich ihn so fest und rieche ganz arg an seinen Haaren, in der Hoffnung noch einmal seinen Babyduft zu riechen. Zum Glück schläft er noch so oft bei uns im Bett, so kann ich mit ihm kuscheln und ihn knuddeln. Und wenn er am Morgen wach wird und seine kleine Patschehand fährt einem durchs Gesicht und er sagt  „Mama“ , dann kann man nicht glücklicher sein.

Ich wünsche allen einen guten Rutsch  und einen schönen Start ins neue Jahr.

Ich hoffe es wird ein ruhiges Jahr. Ein unaufregendes Jahr (im negativen Sinn) und endlich ein Jahr der positiven Nachrichten.

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